Persische Stadtteppiche aus Isfahan in Zentraliran, die zu den am feinsten geknüpften der Welt zählen: meist 500 bis 700 KPSI (Knoten pro Quadratzoll; etwa 7750 bis 10 850 Knoten pro 10 × 10 cm), nur von Qum übertroffen. Die meisten sind aus feiner Kork-Wolle von jungen Schafen geknüpft; manche haben einen Flor aus Wolle und Seide auf einem Knüpfgrund aus Seide oder Baumwolle, einige wenige bestehen angeblich ganz aus Seide. Die Muster schöpfen aus der Natur und der Architektur der Stadt, von Anordnungen mit Medaillon und Eckzwickeln und floralen Allover-Mustern bis zu Jagdszenen, Lebensbäumen, Gebetsnischen und Gartenbildern, meist in sanften Pastelltönen mit Indigo und leuchtendem Rot auf elfenbeinfarbenem Grund. Die meisten Stücke sind signiert, und große Formate sind selten und teuer.
Feine persische Teppiche aus Kerman im Süden Irans, einer für ihre Meisterfärber berühmten Stadt an der alten Handelsroute zwischen Iran und Indien und einem der historischen Teppichzentren. Die Muster sind sehr vielfältig: florale und Allover-Muster, Lebensbaum-, Jagd- und Gartenmuster sowie Muster mit offenem Innenfeld, feine florale „Frühlingsmuster“ aus winzigen Blüten und die charakteristische „Vasen“-Technik. Der Flor besteht meist aus weicher Kork-Wolle auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle, mitunter aus Wolle und Seide oder aus reiner Seide. Ein einzelner Teppich kann 15 bis 30 Farben enthalten, überwiegend Tiefrot, mehrere Blautöne, Grün und Creme, in neueren Stücken zusätzlich Pastelltöne wie Champagner, Limettengrün, Rosa und Graublau. Etwa die Hälfte der Kerman-Teppiche, aus weniger bedeutenden Werkstätten, ist mit dem Jufti-Knoten geknüpft, einer Abkürzung, die ein lockereres Gewebe von geringerer Qualität ergibt.
Eine feine, weiche Wollqualität vom Hals und von der inneren Vliesschicht junger Schafe, oft von der ersten Schur. Sie ist durch natürliches Lanolin ölig, fühlt sich weich und elastisch an und verleiht den Farben zusätzlichen Glanz. Verwendet wird sie für den Flor vieler feiner Stadtteppiche aus Isfahan, Kerman, Qum, Tabriz und Maschhad; auch ältere antike Sarough-Teppiche mit kurz geschorenem Flor bestehen daraus. Sie wird auch Kurk-Wolle oder Korkwolle geschrieben.
Persische Teppiche aus der Stadt Qum (Qom), einem vergleichsweise jungen Knüpfzentrum, dessen Teppiche für die höchste Knotendichte aller persischen Teppichtypen bekannt sind. Etwa neun von zehn bestehen aus reiner Seide auf einem Knüpfgrund aus Seide, mit rund 93 bis 155 Knoten pro cm² (etwa 600 bis 1000 Knoten pro Quadratzoll, KPSI); die übrigen, mit einem Flor aus Kork-Wolle oder aus Wolle und Seide, kommen auf etwa 47 bis 108 Knoten pro cm² (etwa 300 bis 700 KPSI). Die Muster sind florale Medaillons, Jagdszenen und Bildteppiche, meist in sanften Pastell-, Elfenbein-, Gold- und Grüntönen (ein pistaziengrünes Innenfeld wird besonders geschätzt) auf hellem oder dunklem Grund. Neuere Teppiche tragen meist eine Werkstattsignatur, ältere oft nicht. Das örtliche Wasser soll Seide weicher und heller machen, weshalb Seidenteppiche aus ganz Iran zum Waschen dorthin geschickt werden.