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Ratgeber & Anleitungen
Was in einem handgeknüpften Teppich steckt – und wie sich seine Entstehung am fertigen Stück ablesen lässt.
Jeder Teppich in unserem Shop ist von Hand gefertigt, und die handgeknüpften unter ihnen entstehen Knoten für Knoten: Ein großer Teppich kann auf knapp zwei Millionen Knoten kommen und rund ein Jahr Arbeit erfordern. Dieser Ratgeber begleitet einen handgeknüpften Perserteppich durch jede Stufe seiner Herstellung und zeigt dann, wie er aufgebaut ist, welcher Knoten ihn zusammenhält und was seine KnotendichteDie Anzahl der Knoten auf einem Quadratzoll eines handgeknüpften Teppichs (KPSI, von englisch knots per square inch; 1 KPSI entspricht etwa 15,5 Knoten pro 10 × 10 cm). Gezählt wird sie auf der Rückseite mit einem Lineal, indem die Knoten entlang eines Zolls Höhe mit denen entlang eines Zolls Breite multipliziert werden; dabei wird über zwei oder drei Bereiche gemittelt. Mehr Knoten ergeben schärfere Details, wie bei einem Bildschirm mit höherer Auflösung, und, bei sonst gleichen Voraussetzungen, auch etwas mehr Haltbarkeit und einen höheren Preis, doch die Dichte allein bestimmt die Qualität nicht: Heriz- und Bijar-Teppiche sind bei niedriger bis mittlerer Dichte haltbar, während florale, kurvilineare Muster ohne genügend Knoten verschwimmen. Die Werte reichen von unter etwa 80 KPSI bei groben Stammesteppichen wie Gabbeh und Qashqai über etwa 120 bis 225 bei vielen Dorfteppichen und 300 bis 700 bei feinen Stadtteppichen wie Nain und Isfahan bis zu 600 bis 1000 und mehr bei reinen Seidenteppichen aus Qum. aussagt – und was nicht. Kelims und Sumaks, unsere flachgewebten Teppiche, entstehen auf andere Weise: Bei ihnen trägt der Schuss selbst das Muster.
Vier Arbeitsschritte verwandeln das rohe Vlies in gefärbtes Garn; das Knüpfen dauert am längsten, und erst die Endbearbeitung macht aus dem, was vom WebstuhlDer Rahmen, auf dem zuerst die (senkrechten) Kettfäden aufgespannt und unter Spannung gehalten werden, damit die (waagerechten) Schussfäden zwischen ihnen verwoben und die Knoten auf ihnen geknüpft werden können. Handgeknüpfte Teppiche entstehen auf einfachen Webstühlen, von den im Haus der Weber aufgestellten bis zu den kompakten, transportablen Webstühlen nomadischer Weber, an denen jeder Knoten von Hand geknüpft wird. Die Größe des Webstuhls bestimmt die Größe des Teppichs: Die kleinen Webstühle der Nomaden ergeben typischerweise Teppiche von höchstens etwa 1,2 × 1,8 m oder 1,5 × 2,1 m (4 × 6 oder 5 × 7 Fuß), städtische Werkstätten mit sehr großen Webstühlen weben Teppiche in Palastgröße, und die Zahl der Webstühle, die eine Werkstatt betreibt, gibt Aufschluss über ihre Größe. Die hölzernen Webstühle der Stammes- und Dorfweberei dehnen sich im Lauf der Zeit aus und ziehen sich zusammen, eine Ursache schiefer Teppiche. Mechanische Webstühle wie Wilton, Axminster und Jacquard, die industriellen Nachfahren, fertigen maschinell gewebte Teppiche. kommt, einen Teppich.
Am Anfang steht die SchafschurDas Abscheren des Vlieses von einem lebenden Schaf mit speziellem Schurwerkzeug, der erste Schritt bei der Herstellung eines Wollteppichs. Es erfolgt traditionell im Frühjahr, wenn die Wolle als am besten für Teppiche geeignet gilt, und die erste oder zweite Schur der Saison liefert Wolle mit dem meisten natürlichen Fett. Von toten Schafen gewonnene Wolle ist dünn und trocken und findet sich in billigeren Teppichen geringerer Qualität., traditionell im Frühjahr, wenn das Vlies als ideal für Teppiche gilt. WolleNatürliche tierische Faser, die bei hochwertigen Teppichen für den Flor, bei manchen Teppichen auch für den Knüpfgrund verwendet wird. Sie ist haltbar, elastisch, fleckenbeständig und flammhemmend, fühlt sich unter den Füßen weich und gepolstert an, isoliert gegen Kälte, nimmt Farbstoff leicht auf und hält ihn viele Jahre. Außerdem bindet sie Staubpartikel, was hilft, allergische Reaktionen zu verringern. Die Qualität hängt vor allem davon ab, wo die Schafe weiden: Weiden in großer Höhe und gutes Futter liefern dickere, fettreichere Wolle, wobei Manchester-, Neuseeland- und Ghazni-Wolle zu den bekanntesten geschätzten Sorten zählen. Die Schur im zeitigen Frühjahr und die Handspinnung (feineres, weicheres Garn als beim maschinellen Spinnen) verbessern die Qualität zusätzlich, während dünne, trockene Wolle von toten Schafen in billigeren Teppichen verarbeitet wird. von Hochweiden ist in der Regel dicker und fettreicher, während GerberwolleMinderwertige Wolle, die von toten Schafen stammt, statt von lebenden Tieren geschoren zu werden; im Wollhandel wird sie meist aus den Fellen geschlachteter Tiere gewonnen. Die Faser ist dünn und trocken, weshalb sie vor allem in billigeren Teppichen von geringerer Qualität verarbeitet wird und als Merkmal minderer Qualität gilt. Ihr Gegenstück ist die im Frühjahr geschorene Wolle, besonders von Schafen aus Hochlagen, die dicker und fettreicher ist. – von geschlachteten Schafen gewonnen statt geschoren – dünn und trocken ist und eher in billigeren Teppichen landet.
Die Wollwäsche spült den Schmutz aus dem frisch geschorenen Vlies, das KarbonisierenStufe der Wollaufbereitung nach der Wollwäsche und vor dem Kardieren, in der die Fasern weicher und weißer werden. Sie gehört zu den Waschschritten, die frisch geschorenes Vlies in saubere Wolle verwandeln, die anschließend kardiert, gesponnen und zu Teppichgarn gefärbt werden kann. macht die Faser weicher und weißer, und das KardierenSchritt der Wollaufbereitung, bei dem die gereinigte Wolle durch eine Kardiermaschine läuft, die die Fasern in eine Richtung ausrichtet und noch verbliebene Verunreinigungen entfernt. Er folgt auf die Wollwäsche und das Karbonisieren und liegt vor dem Spinnen, sodass die Wolle anschließend zu Garn für den Teppich versponnen werden kann. kämmt die Fasern in eine Richtung und entfernt die letzten Verunreinigungen.
Beim Spinnen, von Hand oder am Handspinnrad, wird aus der sauberen WolleNatürliche tierische Faser, die bei hochwertigen Teppichen für den Flor, bei manchen Teppichen auch für den Knüpfgrund verwendet wird. Sie ist haltbar, elastisch, fleckenbeständig und flammhemmend, fühlt sich unter den Füßen weich und gepolstert an, isoliert gegen Kälte, nimmt Farbstoff leicht auf und hält ihn viele Jahre. Außerdem bindet sie Staubpartikel, was hilft, allergische Reaktionen zu verringern. Die Qualität hängt vor allem davon ab, wo die Schafe weiden: Weiden in großer Höhe und gutes Futter liefern dickere, fettreichere Wolle, wobei Manchester-, Neuseeland- und Ghazni-Wolle zu den bekanntesten geschätzten Sorten zählen. Die Schur im zeitigen Frühjahr und die Handspinnung (feineres, weicheres Garn als beim maschinellen Spinnen) verbessern die Qualität zusätzlich, während dünne, trockene Wolle von toten Schafen in billigeren Teppichen verarbeitet wird. Garn; beim Verzwirnen werden die einfachen Fäden anschließend zu dickeren, festeren Zwirnen zusammengedreht. Handgesponnenes GarnWollgarn, das aus gereinigtem, kardiertem Vlies von Hand oder auf einem Handspinnrad statt maschinell gesponnen wird; anschließend werden die gesponnenen Fäden vor dem Färben zu dickeren, festeren Strängen verzwirnt. Es ergibt feinere, weichere Fäden als maschinelles Spinnen, sodass sich die Wolle weicher anfühlt und glänzender wirkt, und das Handspinnen soll das natürliche Lanolin der Wolle bewahren. Üblich ist es bei in Pakistan gefertigten Kazak- und Peshawar-Teppichen sowie bei afghanischen Khal-Mohammadi-Teppichen, die allesamt auch mit Naturfarben gefärbt werden. fällt feiner und weicher aus als maschinengesponnenes.
Das Garn wird gefärbt, bevor überhaupt ein Knoten geknüpft wird: mit natürlichen Farbstoffen, meist aus Wurzeln, Blättern, Schalen und Blüten, oder mit synthetischen Farbstoffen, je nachdem, welche Farbtöne gebraucht werden. Naturfarben werden in kleinen Mengen zubereitet, und keine zwei FärbechargenEin einzelner Farbstoffansatz samt dem damit gefärbten Garn, das durchweg denselben Farbton annimmt. Naturfarben werden in kleinen handwerklichen Chargen hergestellt, und wenn eine Charge aufgebraucht ist, lässt sich der Ersatz farblich nicht exakt treffen, sodass Garn aus verschiedenen Chargen im Ton leicht voneinander abweicht. Im fertigen Teppich zeigt sich der Unterschied in Form von Farbverschiebungen, die als Abrash bekannt sind und als Zeichen von Handfärbung gelten, während eine vollkommen gleichmäßige, einheitliche Farbe auf synthetische Farbstoffe und maschinelle Fertigung hindeutet. gleichen sich genau. Deshalb entstehen dort, wo neues Garn angesetzt wurde, mitunter feine Farbbänder, der sogenannte AbrashFeine Farbverschiebungen innerhalb eines handgefertigten Teppichs, oft als waagerechte Bänder quer über das Innenfeld sichtbar. Sie entstehen, weil aufeinanderfolgende Farbchargen nie exakt übereinstimmen, weil ein unterschiedlicher Fett- und Ölgehalt der Wolle die Farben mit den Jahren ungleichmäßig altern lässt, und weil sich in cremefarbenen Partien aus ungefärbter Wolle der Farbton der Faser mit dem Alter verändert. Abrash wird mit dem Alter oft deutlicher; bei einem älteren Teppich gilt er daher als Zeichen von Naturfarben und Handarbeit und nicht als Fehler, während ein neuerer Teppich weiterhin auf gleichmäßige Färbung geprüft wird. Maschinell gefertigte und manche neuen handgeknüpften Teppiche ahmen ihn gezielt nach., und Unterschiede zwischen den Vliesen können diese Bänder mit dem Alter des Teppichs noch schärfer hervortreten lassen.
Beim Teppichknüpfen wird zuerst die Kette auf den WebstuhlDer Rahmen, auf dem zuerst die (senkrechten) Kettfäden aufgespannt und unter Spannung gehalten werden, damit die (waagerechten) Schussfäden zwischen ihnen verwoben und die Knoten auf ihnen geknüpft werden können. Handgeknüpfte Teppiche entstehen auf einfachen Webstühlen, von den im Haus der Weber aufgestellten bis zu den kompakten, transportablen Webstühlen nomadischer Weber, an denen jeder Knoten von Hand geknüpft wird. Die Größe des Webstuhls bestimmt die Größe des Teppichs: Die kleinen Webstühle der Nomaden ergeben typischerweise Teppiche von höchstens etwa 1,2 × 1,8 m oder 1,5 × 2,1 m (4 × 6 oder 5 × 7 Fuß), städtische Werkstätten mit sehr großen Webstühlen weben Teppiche in Palastgröße, und die Zahl der Webstühle, die eine Werkstatt betreibt, gibt Aufschluss über ihre Größe. Die hölzernen Webstühle der Stammes- und Dorfweberei dehnen sich im Lauf der Zeit aus und ziehen sich zusammen, eine Ursache schiefer Teppiche. Mechanische Webstühle wie Wilton, Axminster und Jacquard, die industriellen Nachfahren, fertigen maschinell gewebte Teppiche. gespannt. Reihe für Reihe wird jeder Knoten, ob persisch oder türkisch, um die Kettfäden geknüpft und vom Garn abgeschnitten; ist eine Reihe fertig, wird ein Schuss eingezogen und die Reihe festgeschlagen. Werkstätten in den Städten folgen einer KnüpfvorlageEine gezeichnete Knüpfvorlage (Musterplan), auch Blaupause genannt, dem ein Weber in der Werkstatt Knoten für Knoten folgt. In der Safawidenzeit sollen, als die Muster komplexer wurden, eigene Entwerfer, häufig Miniaturmaler, sie auf solchen Vorlagen gezeichnet haben, sodass die Weber nur noch die Entwürfe anderer umsetzten; um diese Arbeitsweise entstanden Knüpfschulen. Stadtteppiche aus Werkstätten in Orten wie Tabriz und Isfahan sind so präzise, weil sie nach solchen Vorlagen geknüpft werden. Dorfweber stützen sich deutlich seltener auf Vorlagen, und Stammesweber arbeiten aus dem Gedächtnis und nach Mustern, die innerhalb der Familie überliefert werden; ihre Teppiche fallen daher tendenziell weniger symmetrisch aus., einem gezeichneten Plan; in Dörfern und bei den Nomaden knüpft man meist aus dem Gedächtnis. Nach jeweils einigen Zentimetern wird der FlorDie Oberfläche eines Teppichs, bestehend aus aufrecht stehenden Fasern in geschnittenen Büscheln oder Schlingen. Bei einem handgeknüpften Teppich wird sie von den Schnittenden Tausender Woll- oder Seidenknoten gebildet, die Reihe für Reihe auf die Kette geknüpft, schon beim Weben leicht beschnitten und bei der Endbearbeitung durch Scheren auf ihre endgültige Höhe gebracht werden. Die Florhöhe, von der Rückseite des Teppichs bis zur Florspitze gemessen, reicht typischerweise von niedrig, etwa 3 bis 6 mm (1/8 bis 1/4 Zoll), bis hoch, etwa 13 bis 16 mm (1/2 bis 5/8 Zoll). Feine, dichte Muster werden kurz geschoren, damit die Zeichnung scharf bleibt; höherer Flor eignet sich für stark begangene Bereiche und schwere Möbel, niedriger Flor für Räume, in denen Türen über den Teppich schwingen, und für feuchte Räume. leicht zurückgeschnitten, damit das Muster gut erkennbar bleibt. Die Arbeit dauert je nach Größe und Detailreichtum Monate bis Jahre, und in dieser Zeit schwanken Knotenspannung und Anschlagkraft – einer der Gründe, warum kein handgeknüpfter Teppich vollkommen symmetrisch ist.
Ist der Teppich vom WebstuhlDer Rahmen, auf dem zuerst die (senkrechten) Kettfäden aufgespannt und unter Spannung gehalten werden, damit die (waagerechten) Schussfäden zwischen ihnen verwoben und die Knoten auf ihnen geknüpft werden können. Handgeknüpfte Teppiche entstehen auf einfachen Webstühlen, von den im Haus der Weber aufgestellten bis zu den kompakten, transportablen Webstühlen nomadischer Weber, an denen jeder Knoten von Hand geknüpft wird. Die Größe des Webstuhls bestimmt die Größe des Teppichs: Die kleinen Webstühle der Nomaden ergeben typischerweise Teppiche von höchstens etwa 1,2 × 1,8 m oder 1,5 × 2,1 m (4 × 6 oder 5 × 7 Fuß), städtische Werkstätten mit sehr großen Webstühlen weben Teppiche in Palastgröße, und die Zahl der Webstühle, die eine Werkstatt betreibt, gibt Aufschluss über ihre Größe. Die hölzernen Webstühle der Stammes- und Dorfweberei dehnen sich im Lauf der Zeit aus und ziehen sich zusammen, eine Ursache schiefer Teppiche. Mechanische Webstühle wie Wilton, Axminster und Jacquard, die industriellen Nachfahren, fertigen maschinell gewebte Teppiche. genommen, wird er gleichmäßig geschoren, und dieser letzte Schnitt legt die Florhöhe fest: niedrig bei fein geknüpften Teppichen, deren Zeichnung scharf bleiben muss, höher bei gröberen, kräftiger gemusterten. Anschließend wird er professionell gewaschen, mitunter in die direkte Sonne gelegt, um zu kräftig geratene Farben abzumildern, von losen Fasern befreit und auf Fehler geprüft.
Ein handgeknüpfter Teppich besteht aus zwei Schichten: einem Grundgewebe aus Kette und SchussDie beiden Fadensysteme, aus denen der Knüpfgrund eines Teppichs besteht: die Kette, die senkrechten Fäden, die zuerst auf dem Webstuhl aufgespannt werden, und der Schuss, die waagerechten Fäden, die zwischen den Knotenreihen durch sie hindurchgeführt werden. Der Knüpfgrund besteht meist aus Baumwolle; bei Stammesteppichen und älteren Teppichen ist auch Wolle verbreitet, bei sehr feinen Teppichen Seide. Einschüssige Teppiche, im Großraum Hamadan üblich, zeigen auf der Rückseite Zickzackreihen weißer Kettfadenpunkte und haben einen dünneren Flor, während die doppelschüssige Konstruktion, bei feinen, dicht gewebten Teppichen sowie bei Bijar- und Heriz-Teppichen üblich, die Kette verdeckt und einen dickeren, dichteren Flor ergibt. Die Kettfadenenden bilden die Fransen, und zusätzliche Schussreihen an beiden Enden bilden den flachgewebten Kelimabschluss, der den Flor sichert., das Sie selten zu sehen bekommen, und dem FlorDie Oberfläche eines Teppichs, bestehend aus aufrecht stehenden Fasern in geschnittenen Büscheln oder Schlingen. Bei einem handgeknüpften Teppich wird sie von den Schnittenden Tausender Woll- oder Seidenknoten gebildet, die Reihe für Reihe auf die Kette geknüpft, schon beim Weben leicht beschnitten und bei der Endbearbeitung durch Scheren auf ihre endgültige Höhe gebracht werden. Die Florhöhe, von der Rückseite des Teppichs bis zur Florspitze gemessen, reicht typischerweise von niedrig, etwa 3 bis 6 mm (1/8 bis 1/4 Zoll), bis hoch, etwa 13 bis 16 mm (1/2 bis 5/8 Zoll). Feine, dichte Muster werden kurz geschoren, damit die Zeichnung scharf bleibt; höherer Flor eignet sich für stark begangene Bereiche und schwere Möbel, niedriger Flor für Räume, in denen Türen über den Teppich schwingen, und für feuchte Räume., über den Sie gehen.
Die Rückseite eines Perserteppichs zeigt, wie viele Schussfäden zwischen den Knotenreihen laufen. Beim EinschussEine Konstruktion, bei der der Weber zwischen aufeinanderfolgenden Knotenreihen nur einen einzigen Schussfaden einführt. Weil die Kette nicht vollständig bedeckt wird, zeigt die Rückseite des Teppichs ein Zickzack aus kleinen weißen Punkten des Knüpfgrunds, woran sich diese Konstruktion leicht erkennen lässt, und der Flor fällt tendenziell dünner und niedriger aus als bei doppelschüssiger Konstruktion. Im Großraum Hamadan ist der Einschuss die gängige Praxis, von Hamadan-, Karaja- und Mehraban-Teppichen über Senneh-Teppiche bis zu vielen kurdischen Stammesteppichen, ebenso beim von Hamadan beeinflussten Typ des Malayer-Teppichs. ist die Kette nicht vollständig bedeckt, sodass sie als Zickzack aus kleinen weißen Punkten durchscheint, und der FlorDie Oberfläche eines Teppichs, bestehend aus aufrecht stehenden Fasern in geschnittenen Büscheln oder Schlingen. Bei einem handgeknüpften Teppich wird sie von den Schnittenden Tausender Woll- oder Seidenknoten gebildet, die Reihe für Reihe auf die Kette geknüpft, schon beim Weben leicht beschnitten und bei der Endbearbeitung durch Scheren auf ihre endgültige Höhe gebracht werden. Die Florhöhe, von der Rückseite des Teppichs bis zur Florspitze gemessen, reicht typischerweise von niedrig, etwa 3 bis 6 mm (1/8 bis 1/4 Zoll), bis hoch, etwa 13 bis 16 mm (1/2 bis 5/8 Zoll). Feine, dichte Muster werden kurz geschoren, damit die Zeichnung scharf bleibt; höherer Flor eignet sich für stark begangene Bereiche und schwere Möbel, niedriger Flor für Räume, in denen Türen über den Teppich schwingen, und für feuchte Räume. ist meist dünner und niedriger. Üblich ist der Einschuss bei Hamadan- und Mehraban-Teppichen und im gesamten Großraum Hamadan, bei den benachbarten SennehFein gewebte kleine bis mittelgroße Teppiche und Läufer aus den kurdischen Webdörfern rund um Senneh (dem heutigen Sanandaj) im Westen Irans, bekannt für ihre sorgfältige, dünne und dichte einschüssige Konstruktion auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle mit Wollflor. Die Muster bestehen überwiegend aus geometrischen Medaillons und Allover-Mustern, aber auch Boteh und Herati werden geknüpft, in Dunkelrot, Marineblau und Braun, mitunter auch Beige, mit Akzenten in Gelb, Rot, Hellgrün, Orange und Weiß. Die Stadt gibt dem „Senneh-Knoten“ ihren Namen, einer anderen Bezeichnung für den asymmetrischen Perserknoten, doch ihre Weber arbeiten tatsächlich mit dem symmetrischen türkischen Knoten.-Teppichen und vielen kurdischen Nomadenteppichen sowie bei KaradjaDorfteppiche aus einer Gruppe von Dörfern in der Region Aserbaidschan im Iran, am westlichen Rand des Heriz-Knüpfgebiets gelegen und nach dem Dorf Karadja in ihrer Mitte benannt. Wollflor auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle (sehr alte Stücke mitunter aus Wolle), türkischer Knoten, einschüssig gewebt, sodass der Flor dünner und weicher ist als beim meist doppelschüssigen Heriz; die Knotendichte ist niedrig bis mittel. Zwei kräftige geometrische Medaillons mit hakenartigen Rändern wechseln sich auf einem Läufer typischerweise der Länge nach ab, oft mit einer anderen Grundfarbe bei jeder Wiederholung, und bei breiten Teppichen wirken die wiederholten Medaillons wie ein geometrisches Allover, in Orangerot-, Blau-, Creme- und Brauntönen. Ihr weicher, dünner Flor und ihre beträchtliche Länge, bei manchen über 6 m (20 ft), machen sie als Flur- und Treppenläufer beliebt.-Teppichen vom Westrand des HerizKräftige Dorfteppiche aus dem Gebiet Heriz im Nordwesten Irans, nahe Tabriz, und die bekanntesten aller persischen Dorfteppiche. Ein grober, zäher Wollflor auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle, meist doppelschüssig für zusätzliche Dicke, und eine niedrige bis mittlere Knotendichte (üblicherweise mit rund 1900 bis 2600 Knoten pro 10 × 10 cm angegeben, etwa 120 bis 170 KPSI, also Knoten pro Quadratzoll) machen sie sehr haltbar; die Stärke der Wolle wird traditionell dem kupferhaltigen Bergwasser zugeschrieben. Das klassische Design ist ein großes eckiges Medaillon mit vier Eckzwickeln, mitunter auch eine Allover-Komposition, in einem Rostrot, das traditionell auf Kupfermineralien im örtlichen Fluss zurückgeführt wird, mit dunklem Marineblau und Creme. Bakhshayesh- und Serapi-Teppiche sind ihre älteren Formen, wobei Letztere inzwischen über hundert Jahre alt sind.-Gebiets.
Beim DoppelschussBauweise, bei der zwischen aufeinanderfolgenden Knotenreihen statt eines einzelnen zwei Schussfäden durch die Kette geführt werden. Der doppelte Schuss deckt den Knüpfgrund ab, sodass auf der Rückseite eines fein und dicht geknüpften Teppichs nur Knoten und Schuss zu sehen sind, ohne die weißen Kettfadenpunkte, die einen einschüssigen Teppich verraten; zudem ist der Teppich dicker, dichter und schwerer. Bidjar und Heriz sind typische doppelschüssige Typen, ebenso fein geknüpfte persische Teppiche im Allgemeinen. laufen zwei Schussfäden zwischen den Reihen. Bei einer feinen, dichten Knüpfung verdecken sie die Kette vollständig, sodass auf der Rückseite nur Knoten und Schuss zu sehen sind, und der Teppich fällt schwerer, dichter und dicker aus. Typisch dafür sind BijarTeppiche aus der Stadt Bijar in der Provinz Kurdistan im Nordwesten Irans und aus den Dörfern der Umgebung; der Name umfasst sowohl feine als auch grobe doppelschüssige Stücke, geknüpft von kurdischen Stämmen und, in Werkstätten, von Afshar-Knüpfern. Sie tragen den Spitznamen „Eisenteppiche“ des Iran und gehören im Verhältnis zu ihrer Größe zu den schwersten Teppichen: Doppelschuss, symmetrische (türkische) Knoten und fest angeschlagene Reihen, oft bei nass gehaltener Wolle, ergeben einen dicken, dichten Flor. Die Muster reichen von floralen, Herati- und Medaillonmustern bis zu geometrischen, mit Anleihen bei Isfahan und Kashan sowie bei russischen, kaukasischen und europäischen Vorbildern (darunter ein Rosenbukett im französischen Stil), in Edelsteintönen aus Rostrot, Rot, Beige und Marineblau. Bijar-Teppiche sind oft Kleinteppiche oder Läufer, große Formate sind selten, und die flachgewebten Enden und Fransen sind meist geflochten.- und Heriz-Teppiche, ebenso die meisten fein geknüpften Perserteppiche.
Fast alle handgeknüpften Teppiche beruhen auf einem von zwei Knoten. Der türkische Knoten, auch symmetrischer KnotenEiner der beiden Hauptknoten handgeknüpfter Teppiche, auch symmetrischer Knoten genannt (der andere ist der asymmetrische Perser- oder Senneh-Knoten). Das Garn wird um zwei benachbarte Kettfäden geschlungen, wobei beide Enden dazwischen hervortreten; auf der Rückseite zeigen sich daher kleine, gleichmäßige, annähernd quadratische Knotenköpfe, und die Weber knüpfen ihn häufig mit dem Knüpfhaken. Benannt nach der Stadt Ghiordes (heute Gördes) in der Türkei, ist er typisch für die Türkei, den Kaukasus und den Nordwesten Irans (Tabriz, Bidjar, Heriz, Hamadan-Dorfteppiche), wohin ihn die Seldschuken eingeführt haben sollen, und ergibt einen haltbaren, präzisen Flor. Dem Perserknoten wird oft feinere Detailzeichnung zugeschrieben, doch die Knotenart ist eine Tendenz, keine Grenze: Tabriz-Teppiche mit türkischem Knoten erreichen etwa 500 Knoten pro Quadratzoll (KPSI), das sind rund 78 pro cm². genannt, legt sich um zwei benachbarte Kettfäden, und beide Enden treten zwischen ihnen hervor; oft wird er mit einem KnüpfhakenKleiner Metallhaken, den Knüpfer beim Knüpfen symmetrischer (türkischer) Knoten meist benutzen, um das Garn zu fassen und zwischen den Kettfäden hindurchzuziehen. Der Teppich entsteht dennoch vollständig von Hand, und das Werkzeug trägt zu der sehr gleichmäßigen, präzisen Knüpfung bei, für die die Knüpfer von Tabriz, die den türkischen Knoten verwenden, bekannt sind. Asymmetrische (persische) Knoten werden meist allein mit den Fingern geknüpft, und einen Haken verwenden die Knüpfer dafür in der Regel nicht. gebunden, und auf der Rückseite zeigt er saubere, quadratische Knotenköpfe. Der persische Knoten, auch asymmetrischer KnotenDer asymmetrische Knoten handgeknüpfter Teppiche, das Gegenstück zum symmetrischen türkischen (Ghiordes-)Knoten. Der Knüpfer legt das Garn um einen Kettfaden und führt es unter dem benachbarten hindurch, meist von Hand ohne Haken. Auf der Rückseite des Teppichs wirken die Knoten versetzt oder diagonal statt wie gleichmäßige Quadrate, und der Flor fühlt sich weicher an; der Knoten erlaubt feinere Details und eine höhere Knotendichte. Im Iran ordnet eine Faustregel ihn den Teppichen aus dem Zentrum, dem Osten und dem Süden zu (Kashan, Isfahan, Nain, Kerman), während der Nordwesten und der Westen den türkischen Knoten bevorzugen; Ausnahmen gibt es jedoch. Feine, geschwungene Blumenmuster werden ihm oft zugeschrieben, doch auch Teppiche mit türkischem Knoten können ebenso kunstvoll sein. genannt, umschlingt einen Kettfaden und läuft unter dem nächsten hindurch; meist allein mit den Fingern gebunden, hinterlässt er eine versetzt wirkende Rückseite und eignet sich für sehr feine Details.
Die Herkunft sagt Ihnen meist, welcher Knoten zu erwarten ist: der türkische Knoten im Nordwesten und Westen des Iran (Tabriz, BijarTeppiche aus der Stadt Bijar in der Provinz Kurdistan im Nordwesten Irans und aus den Dörfern der Umgebung; der Name umfasst sowohl feine als auch grobe doppelschüssige Stücke, geknüpft von kurdischen Stämmen und, in Werkstätten, von Afshar-Knüpfern. Sie tragen den Spitznamen „Eisenteppiche“ des Iran und gehören im Verhältnis zu ihrer Größe zu den schwersten Teppichen: Doppelschuss, symmetrische (türkische) Knoten und fest angeschlagene Reihen, oft bei nass gehaltener Wolle, ergeben einen dicken, dichten Flor. Die Muster reichen von floralen, Herati- und Medaillonmustern bis zu geometrischen, mit Anleihen bei Isfahan und Kashan sowie bei russischen, kaukasischen und europäischen Vorbildern (darunter ein Rosenbukett im französischen Stil), in Edelsteintönen aus Rostrot, Rot, Beige und Marineblau. Bijar-Teppiche sind oft Kleinteppiche oder Läufer, große Formate sind selten, und die flachgewebten Enden und Fransen sind meist geflochten., HerizKräftige Dorfteppiche aus dem Gebiet Heriz im Nordwesten Irans, nahe Tabriz, und die bekanntesten aller persischen Dorfteppiche. Ein grober, zäher Wollflor auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle, meist doppelschüssig für zusätzliche Dicke, und eine niedrige bis mittlere Knotendichte (üblicherweise mit rund 1900 bis 2600 Knoten pro 10 × 10 cm angegeben, etwa 120 bis 170 KPSI, also Knoten pro Quadratzoll) machen sie sehr haltbar; die Stärke der Wolle wird traditionell dem kupferhaltigen Bergwasser zugeschrieben. Das klassische Design ist ein großes eckiges Medaillon mit vier Eckzwickeln, mitunter auch eine Allover-Komposition, in einem Rostrot, das traditionell auf Kupfermineralien im örtlichen Fluss zurückgeführt wird, mit dunklem Marineblau und Creme. Bakhshayesh- und Serapi-Teppiche sind ihre älteren Formen, wobei Letztere inzwischen über hundert Jahre alt sind., Hamadan-Dorfteppiche), in der Türkei und im Kaukasus; der persische Knoten im Zentrum, im Osten und im Süden des Iran (Kashan, Isfahan, Nain, Kerman). Diese Zuordnung beschreibt eine Tendenz, keine Regel, und keiner der beiden Knoten setzt der Feinheit eine Grenze: Tabriz-Teppiche, mit dem türkischen Knoten geknüpft, reichen weit in den unten genannten Bereich feiner Stadtteppiche hinein.
Der Jufti-KnotenKostensparende Abkürzung beim Handknüpfen, bei der jeder Knoten um vier Kettfäden gelegt wird statt um die zwei Kettfäden, die der symmetrische (türkische) und der asymmetrische (persische) Knoten umfassen. Sie beschleunigt die Arbeit, ergibt aber ein deutlich lockereres, dünneres Gewebe: Ein Jufti-Teppich kann bei gleicher Größe etwa halb so schwer sein wie ein regulär geknüpfter, und seine Muster wirken unscharf, verpixelt und weniger detailliert, meist schlicht mit viel freier Fläche. Von der Rückseite aus ist der Jufti-Knoten schwer zu erkennen, weshalb Gewicht und Klarheit der Zeichnung die besten Anhaltspunkte sind; die Teppiche sind weniger strapazierfähig und günstiger. Man findet ihn zum Beispiel in Kerman-Teppichen niedrigerer Qualität. ist eine Abkürzung: Er wird um vier statt um zwei Kettfäden gelegt. Das Knüpfen geht schneller, das Gefüge aber wird locker – ein Jufti-Teppich kann bei gleicher Größe etwa halb so schwer sein wie ein regulär geknüpfter, er ist weniger strapazierfähig, und seine Zeichnung wirkt unscharf. Gewicht und Unschärfe verraten ihn besser als die Rückseite.
Perserknoten
Türkischer Knoten
Die KnotendichteDie Anzahl der Knoten auf einem Quadratzoll eines handgeknüpften Teppichs (KPSI, von englisch knots per square inch; 1 KPSI entspricht etwa 15,5 Knoten pro 10 × 10 cm). Gezählt wird sie auf der Rückseite mit einem Lineal, indem die Knoten entlang eines Zolls Höhe mit denen entlang eines Zolls Breite multipliziert werden; dabei wird über zwei oder drei Bereiche gemittelt. Mehr Knoten ergeben schärfere Details, wie bei einem Bildschirm mit höherer Auflösung, und, bei sonst gleichen Voraussetzungen, auch etwas mehr Haltbarkeit und einen höheren Preis, doch die Dichte allein bestimmt die Qualität nicht: Heriz- und Bijar-Teppiche sind bei niedriger bis mittlerer Dichte haltbar, während florale, kurvilineare Muster ohne genügend Knoten verschwimmen. Die Werte reichen von unter etwa 80 KPSI bei groben Stammesteppichen wie Gabbeh und Qashqai über etwa 120 bis 225 bei vielen Dorfteppichen und 300 bis 700 bei feinen Stadtteppichen wie Nain und Isfahan bis zu 600 bis 1000 und mehr bei reinen Seidenteppichen aus Qum. ist das Maß für die Feinheit eines handgeknüpften Teppichs, angegeben in Knoten pro Quadratzoll (KPSI). Metrisch gerechnet entspricht 1 KPSI etwa 15,5 Knoten pro 10 × 10 cm oder 1.550 pro Quadratmeter. Wie Pixel in einem Bild erlauben mehr Knoten feinere Rundungen und kleinere Details.
Gezählt wird auf der Rückseite mit einem Lineal: Die Knoten entlang eines Zolls der Teppichlänge werden mit denen entlang eines Zolls der Breite multipliziert, 12 mal 14 ergibt also 168 KPSI. Weil detailreiche Partien etwas dichter geknüpft sind als schlichte Flächen, zählt man an zwei oder drei Stellen und bildet den Mittelwert; bei sehr feinen Knüpfungen hilft eine Lupe.
Grobe NomadenteppicheTeppiche, die von Nomadenstämmen im Nahen Osten, in Zentralasien und Nordafrika gewebt werden; sie ziehen im Frühjahr, Sommer und Herbst mit ihren Herden weiter und lassen sich im Winter zum Weben nieder. Auf kompakten, tragbaren Webstühlen fertigen sie meist kleine Stücke (zum Beispiel 1,2 × 1,8 oder 1,5 × 2,1 m, entsprechend 4 × 6 oder 5 × 7 Fuß), mitunter Läufer, aus der Wolle ihrer eigenen Herden, oft sowohl für das Grundgewebe als auch für den Flor, traditionell mit Pflanzen aus der Region gefärbt. Die kühnen, überwiegend geometrischen Muster werden über Generationen ohne schriftliche Vorlagen weitergegeben und greifen mitunter Stadtteppiche auf. Anders als Stadt- oder Werkstattteppiche zeigen sie oft Asymmetrien, Farbschwankungen und Muster, die an den Ecken nicht sauber aufgehen., darunter GabbehTeppich aus der Provinz Fars im Iran, der erstmals im 17. Jahrhundert, vor etwa 400 Jahren, dokumentiert ist und von den Stämmen der Region und von sesshaften Dorfbewohnern auf einem Knüpfgrund aus Wolle oder Ziegenhaar (selten Baumwolle) gewebt wird, mit langem, dickem, dichtem Wollflor, der nicht kurz geschoren wird. Seine geringe Knotendichte ergibt schlichte, kräftige Muster, in denen Bäume, Tiere und Menschen zu abstrakten geometrischen Formen werden. Der farbige Gabbeh wird in beliebigen Farbtönen gefärbt, oft kräftig, während der Natur-Gabbeh ungefärbte weiße und schwarze Wolle in Creme-, Braun-, Grau- und Schwarztönen verwendet, meist auf cremefarbenem Grund. Typische Größen sind etwa 0,9 bis 1,2 × 1,8 bis 2,1 m (3 bis 4 × 6 bis 7 Fuß). Feinere, in Städten gefertigte Ausführungen stammen aus Shiraz, und sehr feine, schwere Stücke werden mitunter Qashqai genannt, sind aber keine echten Qashqai-Teppiche. und QashqaiStammesteppiche, geknüpft von den Qashqai, einem nomadischen Stamm im Südwesten Irans, der türkische, arabische, kurdische und lurische Gruppen vereint und seit mindestens dem 16. Jahrhundert in der Region lebt. Die Muster entstehen aus dem Gedächtnis statt nach schriftlichen Vorlagen und verbinden geometrische und Medaillon-Aufteilungen, gelegentlich in einfacherer, sparsam detaillierter Form, mit Tieren, Pflanzen und Haushaltsgegenständen, in edelsteinartigen Rottönen, Safrangold und Indigo, oft auf tiefrotem oder dunklem marineblauem Grund. Die dicke, feste Wolle der stammeseigenen Herden ist haltbar und dennoch weich und bildet einen mittelhohen, dichten Flor auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle oder Wolle, ein Aufbau, der sich für stark begangene Bereiche eignet; kompakte Knüpfstühle halten die Größen klein, typischerweise 1,2 × 1,8 m (4 × 6 Fuß) oder 1,5 × 2,1 m (5 × 7 Fuß), dazu Läufer., bleiben meist unter etwa 80; viele Dorfteppiche liegen ungefähr zwischen 120 und 225; feine Stadtteppiche wie Nain und Isfahan erreichen 300 bis 700, reine Seidenteppiche aus GhomPersische Teppiche aus der Stadt Qum (Qom), einem vergleichsweise jungen Knüpfzentrum, dessen Teppiche für die höchste Knotendichte aller persischen Teppichtypen bekannt sind. Etwa neun von zehn bestehen aus reiner Seide auf einem Knüpfgrund aus Seide, mit rund 93 bis 155 Knoten pro cm² (etwa 600 bis 1000 Knoten pro Quadratzoll, KPSI); die übrigen, mit einem Flor aus Kork-Wolle oder aus Wolle und Seide, kommen auf etwa 47 bis 108 Knoten pro cm² (etwa 300 bis 700 KPSI). Die Muster sind florale Medaillons, Jagdszenen und Bildteppiche, meist in sanften Pastell-, Elfenbein-, Gold- und Grüntönen (ein pistaziengrünes Innenfeld wird besonders geschätzt) auf hellem oder dunklem Grund. Neuere Teppiche tragen meist eine Werkstattsignatur, ältere oft nicht. Das örtliche Wasser soll Seide weicher und heller machen, weshalb Seidenteppiche aus ganz Iran zum Waschen dorthin geschickt werden. 600 bis 1.000 oder mehr. Ein Name legt den Bereich nicht fest: Allein Tabriz-Teppiche reichen von etwa 50 bis etwa 500 KPSI, auf SeidenketteEin Knüpfgrund, dessen Kett- und Schussfäden nicht aus der üblichen Baumwolle oder Wolle, sondern aus Seide bestehen. Seide ist feiner und dünner, sodass deutlich mehr Knoten auf dieselbe Fläche passen; Teppiche auf Seidenkette erreichen typischerweise etwa 500 bis 1000 Knoten pro Quadratzoll (rund 78 bis 155 pro Quadratzentimeter). Man findet ihn vor allem in feinen traditionellen Stadtteppichen, am häufigsten bei Qum- und Isfahan-Teppichen, außerdem in ausgewählten Werkstätten in Tabriz und bei einer besonderen Gruppe turkmenischer Jomud-Teppiche. Der Flor darüber kann aus Wolle, aus Wolle und Seide oder aus reiner Seide bestehen. auch darüber.
Die Zahl misst also die Feinheit; für sich allein ist sie kein Gradmesser für die Qualität. Ein geschwungenes florales Muster braucht eine hohe DichteMaß dafür, wie dicht ein Teppich gepackt ist. Bei maschinell gefertigten Teppichen bezeichnet der Begriff die Fasern im Flor; die Dichte wird berechnet, indem man das Florgewicht mit 36 multipliziert und durch die Florhöhe teilt; eine höhere Dichte steht in der Regel für bessere Haltbarkeit und Leistung. Bei handgeknüpften Teppichen ist die Knotendichte gemeint (KPSI, Knoten pro Quadratzoll), die auf der Rückseite gezählt und über mehrere Stellen gemittelt wird (150 KPSI entsprechen etwa 23 Knoten pro cm²). Wie bei der Bildauflösung erlaubt eine höhere Dichte feinere Kurven und schärfere Muster, meist mit kürzer geschorenem Flor und mehr Arbeitsaufwand, ist aber nicht das alleinige Qualitätsmaß: Kräftige geometrische Dorfteppiche werden mit niedriger bis mittlerer Dichte geknüpft., sonst verschwimmt es; eine kräftige geometrische Zeichnung bleibt auch bei moderater Dichte klar. Bei sonst gleichen Voraussetzungen hält ein dichter geknüpfter Teppich etwas länger und verlangt mehr Arbeit und mehr Können, weshalb er in der Herstellung teurer ist. Dennoch sind HerizKräftige Dorfteppiche aus dem Gebiet Heriz im Nordwesten Irans, nahe Tabriz, und die bekanntesten aller persischen Dorfteppiche. Ein grober, zäher Wollflor auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle, meist doppelschüssig für zusätzliche Dicke, und eine niedrige bis mittlere Knotendichte (üblicherweise mit rund 1900 bis 2600 Knoten pro 10 × 10 cm angegeben, etwa 120 bis 170 KPSI, also Knoten pro Quadratzoll) machen sie sehr haltbar; die Stärke der Wolle wird traditionell dem kupferhaltigen Bergwasser zugeschrieben. Das klassische Design ist ein großes eckiges Medaillon mit vier Eckzwickeln, mitunter auch eine Allover-Komposition, in einem Rostrot, das traditionell auf Kupfermineralien im örtlichen Fluss zurückgeführt wird, mit dunklem Marineblau und Creme. Bakhshayesh- und Serapi-Teppiche sind ihre älteren Formen, wobei Letztere inzwischen über hundert Jahre alt sind.- und BijarTeppiche aus der Stadt Bijar in der Provinz Kurdistan im Nordwesten Irans und aus den Dörfern der Umgebung; der Name umfasst sowohl feine als auch grobe doppelschüssige Stücke, geknüpft von kurdischen Stämmen und, in Werkstätten, von Afshar-Knüpfern. Sie tragen den Spitznamen „Eisenteppiche“ des Iran und gehören im Verhältnis zu ihrer Größe zu den schwersten Teppichen: Doppelschuss, symmetrische (türkische) Knoten und fest angeschlagene Reihen, oft bei nass gehaltener Wolle, ergeben einen dicken, dichten Flor. Die Muster reichen von floralen, Herati- und Medaillonmustern bis zu geometrischen, mit Anleihen bei Isfahan und Kashan sowie bei russischen, kaukasischen und europäischen Vorbildern (darunter ein Rosenbukett im französischen Stil), in Edelsteintönen aus Rostrot, Rot, Beige und Marineblau. Bijar-Teppiche sind oft Kleinteppiche oder Läufer, große Formate sind selten, und die flachgewebten Enden und Fransen sind meist geflochten.-Teppiche schon bei niedriger bis mittlerer Dichte für ihre Strapazierfähigkeit bekannt, und ein antiker Kashan-TeppichFeine persische Teppiche aus der Stadt Kashan in Zentraliran, einem Knüpfzentrum seit der Safawidenzeit im 17. Jahrhundert, als die Herrscher dort zur Erholung weilten und ihre Villen mit Teppichen aus der Region ausstatteten. Der Flor besteht meist ganz aus Wolle, oft aus importierter Manchester-Wolle, hat mittlere Höhe und sitzt auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle; Stücke aus Wolle und Seide sind überwiegend älter. Die Muster sind formal und wenig variantenreich: ein Zentralmedaillon, ein Medaillon mit passenden Eckzwickeln oder florale Allover-Muster, dazu ein seltenes Muster namens Darbari, das angeblich kaum oder gar keine Bordüre besitzt. Teppiche von etwa 1,5 × 2,1 m (5 × 7 ft) und kleiner zeigen mehr Vielfalt, etwa Lebensbaum-, Vasen- und Vogelmuster. Klassische Farben sind Tiefrot, Marineblau und Creme; gelbe oder grüne Innenfelder sind selten, und neuere Teppiche sind in weicheren Pastelltönen gehalten. mit etwa 240 KPSI – nach diesen Bereichen eine mittlere Dichte – kann sein geschwungenes Muster hervorragend wiedergeben. Am besten betrachtet man die Zahl im Zusammenhang mit WolleNatürliche tierische Faser, die bei hochwertigen Teppichen für den Flor, bei manchen Teppichen auch für den Knüpfgrund verwendet wird. Sie ist haltbar, elastisch, fleckenbeständig und flammhemmend, fühlt sich unter den Füßen weich und gepolstert an, isoliert gegen Kälte, nimmt Farbstoff leicht auf und hält ihn viele Jahre. Außerdem bindet sie Staubpartikel, was hilft, allergische Reaktionen zu verringern. Die Qualität hängt vor allem davon ab, wo die Schafe weiden: Weiden in großer Höhe und gutes Futter liefern dickere, fettreichere Wolle, wobei Manchester-, Neuseeland- und Ghazni-Wolle zu den bekanntesten geschätzten Sorten zählen. Die Schur im zeitigen Frühjahr und die Handspinnung (feineres, weicheres Garn als beim maschinellen Spinnen) verbessern die Qualität zusätzlich, während dünne, trockene Wolle von toten Schafen in billigeren Teppichen verarbeitet wird., Farben, Zeichnung, Symmetrie und Zustand.
Alles, was oben beschrieben ist, lässt sich am fertigen Teppich prüfen: die Knoten auf der Rückseite, die Fransen, die nichts anderes als die Kette sind, die leichte Unregelmäßigkeit der Handarbeit. Ein maschinell gefertigter Teppich besteht diese Prüfung nicht: Seine Rückseite ist ein steifes, gleichmäßiges Raster, meist synthetisch; seine Fransen, falls er welche hat, sind nachträglich angesetzt; und seine Breite schwankt nicht, während die eines handgeknüpften Teppichs oft leicht variiert. Ein handgetufteter TeppichTeppich, bei dem Florgarn mit einem handgeführten Tuftinggerät durch ein gespanntes Trägergewebe gestochen und die Schlingen mit einer aufgeklebten Rückenschicht fixiert werden, statt Knoten von Hand um Kett- und Schussfäden zu knüpfen. Seine Rückseite zeigt Gewebe und Klebstoff statt einzelner Knoten und fühlt sich weniger weich an als die eines geknüpften Teppichs. Er steht qualitativ unter dem handgeknüpften und über dem maschinell gefertigten Teppich, hält nicht so lange wie ein geknüpfter und gilt nicht als echter Perser- oder Orientteppich. Weil er mitunter schlicht als „handgefertigt“ verkauft wird, ist „handgeknüpft“ der Begriff, an dem sich ein geknüpfter Teppich erkennen lässt., dessen Garn mit einer Tuftingpistole durch ein Trägergewebe geschossen wird, zeigt auf der Rückseite dieses Gewebe und Klebstoff, aber keine Knoten.
Viele Produktseiten unserer handgefertigten Kollektion zeigen die Rückseite, sodass sich diese Prüfung schon vor dem Kauf vornehmen lässt. Das Teppichlexikon erklärt die hier verwendeten Begriffe, unser Ratgeber zu Perserteppich-Mustern wendet sich den Motiven auf der Vorderseite zu, und der Ratgeber zur Teppichreinigung behandelt die Pflege von Fransen und FlorDie Oberfläche eines Teppichs, bestehend aus aufrecht stehenden Fasern in geschnittenen Büscheln oder Schlingen. Bei einem handgeknüpften Teppich wird sie von den Schnittenden Tausender Woll- oder Seidenknoten gebildet, die Reihe für Reihe auf die Kette geknüpft, schon beim Weben leicht beschnitten und bei der Endbearbeitung durch Scheren auf ihre endgültige Höhe gebracht werden. Die Florhöhe, von der Rückseite des Teppichs bis zur Florspitze gemessen, reicht typischerweise von niedrig, etwa 3 bis 6 mm (1/8 bis 1/4 Zoll), bis hoch, etwa 13 bis 16 mm (1/2 bis 5/8 Zoll). Feine, dichte Muster werden kurz geschoren, damit die Zeichnung scharf bleibt; höherer Flor eignet sich für stark begangene Bereiche und schwere Möbel, niedriger Flor für Räume, in denen Türen über den Teppich schwingen, und für feuchte Räume., einschließlich einer professionellen Wäsche für einen handgeknüpften Teppich etwa alle 5 Jahre – im Flur oder Eingangsbereich alle 3–4 Jahre, in einem wenig genutzten Raum erst nach bis zu 10 Jahren.