Luxuriöse persische Teppiche aus der Stadt Isfahan in Zentraliran, die zu den feinsten der Welt zählen. Bekannt für ihre kunstvollen floralen Muster, ihre hohe Knotendichte (oft über 500 Knoten pro Quadratzoll, rund 775 000 pro Quadratmeter), ihre Seidenakzente und ihre außergewöhnliche Verarbeitung. Das traditionelle Isfahan-Design zeigt ein Zentralmedaillon mit aufwendigen Eckstücken und Bordüren.
Knüpftechnik, bei der das Garn um vier Kettfäden statt der üblichen zwei (Türkischer Knoten) oder anderthalb (Perserknoten) gelegt wird. Diese Abkürzung erlaubt schnelleres Weben, führt aber zu geringerer Knotendichte und möglicherweise geringerer Haltbarkeit. In der kommerziellen Produktion wird der Jufti-Knoten mitunter eingesetzt, um den Webprozess zu beschleunigen und dabei das Aussehen eines dicht geknüpften Teppichs zu wahren.
Qualitätsmaß handgeknüpfter Teppiche: in Europa meist in Knoten pro Quadratmeter, im angelsächsischen Raum in Knoten pro Quadratzoll (KPSI) angegeben. Je höher die Dichte, desto feiner das Detail und in der Regel desto höher die Qualität.
Erlesene persische Teppiche aus der Stadt Nain in Zentraliran, berühmt für ihre äußerst feine Webung, ihre zarten Muster und ihre helle Farbpalette. Meist zeigen sie ein Zentralmedaillon mit kunstvollen floralen Motiven auf elfenbeinfarbenem oder hellblauem Grund. Oft mit Seidenakzenten, und die feinsten Exemplare erreichen Knotendichten von 700 Knoten pro Quadratzoll (über eine Million pro Quadratmeter).
Handgefertigte Teppiche aus östlichen Ländern wie Persien (Iran), der Türkei, Afghanistan, Pakistan, Indien und China. Bekannt für kunstvolle Muster, hohe Knotendichten und traditionelle Designs. Orientteppiche werden nach Herkunftsregion, Webtechnik, Gestaltungselementen und Materialien eingeteilt; jede Region bringt eigene Stile hervor, die ihre kulturellen und künstlerischen Traditionen widerspiegeln.
Einer der beiden Hauptknotentypen handgeknüpfter Orientteppiche (der andere ist der türkische bzw. Ghiordes-Knoten). Der Perserknoten ist asymmetrisch: Das Garn wird um einen Kettfaden gelegt und dann hinter dem benachbarten Kettfaden hindurchgeführt. Diese Technik erlaubt kunstvollere, geschwungene Muster und höhere Knotendichten und wird daher für die detailreichen floralen Muster persischer Teppiche bevorzugt.
Persischer Teppich aus der Stadt Qum (Qom) im Iran, bekannt für seine hohe Knotendichte, seine kunstvollen Designs und die Verwendung von Seide oder feiner Wolle. Qum-Teppiche zeigen oft detailreiche florale Muster, Medaillons oder Jagdszenen und zählen zu den feinsten persischen Teppichen.
Strukturtechnik, bei der jeder zweite Kettfaden auf eine zweite, tiefere Ebene im Teppich gezogen wird, sodass sich die Knoten in zwei Ebenen statt einer packen. Dies ist die verborgene Ingenieurskunst hinter vielen sehr fein geknüpften Teppichen: Sie verdoppelt beinahe die erreichbare Knotendichte und erzeugt einen steifen, schweren Griff. Mit den Fingern über die Rückseite eines Teppichs zu fahren und gerippte, versetzte Knotenknoten zu spüren, ist ein klassischer Kennertest auf Kettversenkung.
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