Natürliche Farbschwankungen in handgefertigten Teppichen, die auf Unterschiede in Wolle, Farbstoffen oder Webtechnik zurückgehen. Sie gelten oft als wünschenswertes Merkmal und als Zeichen der Echtheit handgefertigter Teppiche.
Stammesteppiche, gewebt vom Volk der Belutschen im Osten Irans, im Süden Afghanistans und im Westen Pakistans. Bekannt für ihre dunklen, satten Farben (tiefe Blau-, Rot- und Brauntöne), ihre geometrischen Muster und die Verwendung von Kamelhaar und Wolle. Häufig zeigen sie Gebetsdarstellungen, Lebensbaum-Motive und stilisierte Tiere.
Flachgewebter Teppich aus Indien, traditionell aus Baumwolle oder Wolle, gekennzeichnet durch geometrische Muster und ein beidseitig verwendbares Design.
Traditioneller handgefertigter griechischer Teppich, gekennzeichnet durch seinen langen, zotteligen Flor aus 100 % Wolle. Echte Flokati-Teppiche werden in Griechenland gewebt und anschließend in den kalten Wassern des Pindos-Gebirges gewaschen, wodurch die Wolle aufplustert und ihre charakteristisch flauschige Textur entsteht. Ursprünglich von Hirten zum Wärmen genutzt, sind sie heute beliebte Dekorstücke, geschätzt für ihre luxuriöse Weichheit und ihre natürliche Cremefarbe.
Traditionelle Bodenbeläge in den nomadischen Behausungen Zentralasiens (Jurten). Diese Teppiche bestehen meist aus Wolle mit geometrischen Mustern und erfüllen dekorative wie praktische Zwecke: Sie dämmen gegen Kälte und gliedern die Wohnbereiche innerhalb der runden Struktur.
Feine persische Teppiche aus der Stadt Kashan in Zentraliran, berühmt für ihre hochwertige Wolle, ihre präzise Webung und ihre klassischen Medaillon-Designs. Traditionelle Kashan-Teppiche verbinden ein Zentralmedaillon, kunstvolle florale Muster und satte Farbpaletten, in denen Rot-, Blau- und Elfenbeintöne dominieren.
Die feinste Qualität handgesponnener Wolle, geschoren vom Hals und den Schultern eines Lamms bei seiner ersten Schur. Lang, elastisch und ungewöhnlich reich an Lanolin, nimmt Kork-Wolle Farbe mit außergewöhnlicher Tiefe an und verleiht Teppichen aus Werkstätten wie denen von Kashan einen unverwechselbar seidigen Griff. Das Vorhandensein von Kork-Wolle ist eines der stillen Kennzeichen, die einen feinen Stadtteppich von einem gewöhnlichen unterscheiden.
Das natürliche Wachs, das die Wollfasern überzieht und vom Schaf abgesondert wird, um sein Vlies wasserabweisend zu machen. In einem Wollteppich wirkt das verbliebene Lanolin als eingebauter Fleckenschutz: Verschüttetes perlt für einige Augenblicke auf der Oberfläche ab, statt einzuziehen — einer der Gründe, warum Wollteppiche Missgeschicke verzeihen, die die meisten Synthetikfasern dauerhaft zeichnen würden. Wiederholte scharfe chemische Reinigung löst das Lanolin heraus, weshalb für Wolle eine schonende Wäsche empfohlen wird.
Persischer Teppich aus der Stadt Qum (Qom) im Iran, bekannt für seine hohe Knotendichte, seine kunstvollen Designs und die Verwendung von Seide oder feiner Wolle. Qum-Teppiche zeigen oft detailreiche florale Muster, Medaillons oder Jagdszenen und zählen zu den feinsten persischen Teppichen.
Angesehene persische Teppiche aus dem Dorf Sarouk in der Region Arak (Iran), bekannt für ihre Haltbarkeit, ihre hochwertige Wolle und ihre charakteristischen Designs. Traditionelle Sarouks zeigen florale Muster mit einem Zentralmedaillon auf sattrotem oder blauem Feld. Die „amerikanischen Sarouks“, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts für den US-Markt gefertigt wurden, wurden oft nachgefärbt, um den dort bevorzugten roséroten Farbton zu erreichen.
Halbsynthetische Faser aus Zellulose, die in Teppichen für ein seidenähnliches Aussehen zu geringeren Kosten verwendet wird. Weniger haltbar als Wolle oder synthetische Fasern.
Naturfaser hochwertiger Teppiche, geschätzt für ihre Haltbarkeit, ihre Elastizität, ihre natürliche Fleckenbeständigkeit und ihre flammhemmenden Eigenschaften.
Traditionelles iranisches Flachgewebe-Textil, typisch für die Regionen Yazd und Meybod. Diese Stücke aus Baumwolle oder Wolle zeigen geometrische Muster, die mit einer besonderen Webtechnik erzeugt werden, welche ein beidseitig verwendbares Gewebe mit unterschiedlichen Mustern auf jeder Seite ergibt. Historisch in Moscheen und Haushalten genutzt, zeigen Zilus meist blau-weiße Muster von kultureller und religiöser Bedeutung.
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