Heute vor allem in pakistanischen Werkstätten von pakistanischen und afghanischen Knüpfern gefertigte Teppiche, die ältere persisch-turkmenische Muster mit Wurzeln in Zentralasien überarbeiten; im Handel gelten sie als Orientteppiche und nicht als Perserteppiche. Kennzeichen ist ein Allover-Muster aus sich wiederholenden Guls, stilisierten achteckigen (mitunter rautenförmigen) Blütenmotiven, auf einem Grund, der am häufigsten rot ist, gefolgt von Creme, mitunter Blau oder Grün und in jüngerer Zeit Schwarz, mit schwarzen, pfirsichfarbenen, blauen und grünen Akzenten, alles in Pflanzenfarben. Der Flor besteht zu 100 Prozent aus weicher, seidig wirkender Wolle auf einem Knüpfgrund aus Baumwolle, ist mittelhoch, und manche Stücke werden in Übergrößen gefertigt; eine feinere Qualität hat eine höhere Knotendichte, eine detailreichere Zeichnung und hochwertige Ghazni-Wolle.
Lockere Verkaufsbezeichnung für einen Teppich, der von Hand statt maschinell gefertigt wurde. Sie ist mitunter schlicht ein anderes Wort für handgeknüpft, garantiert das aber nicht: Manche Händler verwenden sie auch für handgetuftete Teppiche, bei denen das Garn mit einer handgeführten Tuftingpistole durch ein Trägergewebe gestochen wird. Handgetuftete Teppiche stehen qualitativ unter handgeknüpften, halten voraussichtlich nicht so lange und gelten nicht als echte Perser- oder Orientteppiche; in einer Beschreibung ist daher „handgeknüpft“ der Begriff, auf den man achten sollte. Maschinell gefertigte Teppiche stehen ganz unten.
Teppich, bei dem Florgarn mit einem handgeführten Tuftinggerät durch ein gespanntes Trägergewebe gestochen und die Schlingen mit einer aufgeklebten Rückenschicht fixiert werden, statt Knoten von Hand um Kett- und Schussfäden zu knüpfen. Seine Rückseite zeigt Gewebe und Klebstoff statt einzelner Knoten und fühlt sich weniger weich an als die eines geknüpften Teppichs. Er steht qualitativ unter dem handgeknüpften und über dem maschinell gefertigten Teppich, hält nicht so lange wie ein geknüpfter und gilt nicht als echter Perser- oder Orientteppich. Weil er mitunter schlicht als „handgefertigt“ verkauft wird, ist „handgeknüpft“ der Begriff, an dem sich ein geknüpfter Teppich erkennen lässt.
Ein Teppich, der mit industriellen Maschinen, meist auf mechanischen Webstühlen, statt von Hand geknüpft wird, in der Regel aus Kunstfasern wie Polyester, Polypropylen oder Nylon besteht und in Stunden statt in Monaten fertig ist. Sein Muster wirkt vollkommen symmetrisch, aber leicht unscharf, und seine Kanten sind nahezu gleich lang. Die Rückseite fühlt sich steif und kunststoffartig an und zeigt eine gleichmäßige Wabenstruktur, auf der sich das Muster nicht ablesen lässt. Vorhandene Fransen sind ein einheitlicher Besatz aus Kunstfasern, der am Ende der Produktion angebracht wird, manche Teppiche haben keine; beim handgeknüpften Teppich dagegen bestehen die Fransen aus den Fäden des eigenen Knüpfgrunds. Maschinenteppiche sind günstiger und von geringerer Qualität, nutzen sich schneller ab und sind keine echten Perser- oder Orientteppiche.
Ein handgeknüpfter Teppich aus den Teppichländern Asiens und des Nahen Ostens, meist nach der Stadt oder Region seiner Herkunft benannt und bekannt für kunstvolle Muster. In der Handelspaarung „Perser- und Orientteppiche“ steht „Perser“ für im Iran gefertigte Teppiche, „Orient“ für die übrigen Herkunftsländer, etwa die Türkei, Pakistan, Indien, Afghanistan und China, zum Beispiel in Pakistan gefertigte Kazak-Teppiche, Teppiche im Oushak-Design und Buchara-Teppiche oder afghanische Khal-Mohammadi-Teppiche; im weiteren Sinn umfasst der Begriff auch persische Teppiche. Persisch anmutende Teppiche aus Pakistan, Indien oder China sind keine Perserteppiche. Echt sind nur handgeknüpfte Teppiche; handgetuftete Teppiche, die mitunter als „handgemacht“ verkauft werden, und Maschinenteppiche stehen darunter. Herkunftsland und Herkunftsstadt eines Teppichs verraten dem Käufer, was bei Farben und Qualität typischerweise zu erwarten ist.
Technik, bei der Vintage- oder antike Teppiche gebleicht werden, um die ursprünglichen Farben zu entfernen, und dann neu gefärbt werden, meist in leuchtenden, satten Tönen wie Türkis, Violett oder Pink. Der Prozess verleiht traditionellen Orientteppichen ein zeitgenössisches Aussehen und bewahrt zugleich ihr ursprüngliches Muster und ihre Textur. Im modernen Interieur beliebt, um mit klassischen Mustern einen kräftigen Farbakzent zu setzen.
Die in Fuß und Zoll gerundete Größe, unter der ein handgeknüpfter Teppich geführt wird, etwa 9 × 12 Fuß (rund 2,7 × 3,7 m); sie gibt die tatsächlichen Maße nur näherungsweise wieder. Perserteppiche und viele andere Orientteppiche werden in metrischen Maßen gefertigt und weichen, da sie von Hand geknüpft werden, geringfügig ab, sodass die tatsächliche Größe nach der Umrechnung meist um einige Zoll (etwa 5–10 cm) über oder unter der Nenngröße liegt; ein als 9 × 12 Fuß geführter Teppich kann 9 Fuß 2 Zoll × 12 Fuß 5 Zoll messen (etwa 279 × 378 cm). Die Größen werden mit der Breite zuerst angegeben, und die Fransen werden in der Länge in der Regel nicht mitgerechnet.
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