Kleine Teppiche für das islamische Gebet, jeweils mit einem Mihrab (auch Mehrab geschrieben), einem bogenförmigen Durchgang, der die Nische einer Moschee sinnbildlich darstellt und den Betenden daran erinnert, dass er sich an einem heiligen Ort befindet; der Bogen zeigt zugleich die Richtung nach Mekka an. Das Muster ist gerichtet und soll von einem Ende aus betrachtet werden; der Bogen kann ein schlichter Umriss oder ein aufwendiger architektonischer Rahmen mit Säulen sein. Gebetsteppiche sind oft nicht größer als etwa 0,9 × 1,5 m (3 × 5 Fuß), sollen bis in die allerersten Anfänge der Teppichknüpferei in den muslimischen Ländern zurückreichen und werden unter anderem von Turkmenen, Belutschen und Knüpfern aus Qum, Isfahan und Malayer gefertigt. Jeder kleine Teppich kann zum Gebet dienen, doch ein echter Gebetsteppich trägt den Bogen als Blickfang.
Ein Muster, das aus einer Richtung betrachtet werden soll, mit klar unterscheidbarem Oben und Unten, sodass der Teppich richtig herum ausgelegt werden muss und nicht von beiden Enden aus gleich gut wirkt. Gebetsteppich-Muster sind typischerweise so aufgebaut: um einen bogenförmigen Durchgang, den sogenannten Mihrab, der so schlicht sein kann wie der Umriss eines Türrahmens oder so aufwendig wie ein architektonischer Bogen mit Säulen.
Bogen- oder türförmige Nische, die an einem Ende des Innenfelds eines Gebetsteppichs eingewebt ist und die Nische einer Moschee aufgreift, welche die Richtung nach Mekka anzeigt. Sie ist der Blickfang des Teppichs und erinnert den Betenden daran, dass er sich in einem heiligen Raum befindet. Die Darstellung reicht vom schlichten Umriss einer Tür bis zur architektonischen Wiedergabe mit Säulen und feinen Details.