Handgefertigte Teppiche aus Anatolien (der heutigen Türkei), bekannt für ihre unverwechselbaren geometrischen Muster, ihre kräftigen Farben und ihre kulturelle Symbolik. Häufig tragen sie stilisierte Motive für Fruchtbarkeit, Schutz und Glück, mit Techniken, die Jahrtausende zurückreichen, und werden typischerweise mit dem symmetrischen (türkischen) Knoten geknüpft. Auch anatolische Muster wanderten: Kurdische Stämme mit anatolischen Wurzeln brachten sie in den Iran, wo sie in Quchan-Teppichen bis heute nachklingen, und klassische türkische Oushak-Muster wurden zusammen mit persischen zu Vorbildern für die meist floral gemusterten Teppiche pakistanischer Werkstätten.
Anatolischer Teppichtyp mit einer spitzenartig feinen Arabeske aus gelben, gewundenen Linien auf rotem Grund, benannt nach dem venezianischen Maler Lorenzo Lotto, der solche Teppiche in seinen Gemälden abbildete. Das Muster gehört der Spätrenaissance an und gibt daher einen groben Anhaltspunkt für das Alter eines Teppichs; da es aber moderne Reproduktionen alter Muster gibt, beweist es allein nicht, dass ein Teppich antik ist.
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