Kostenloser Versand
Ergebnisse werden geladen…

Türkische Teppiche, gefertigt in den unterschiedlichsten Regionen der Türkei, stehen für eine der angesehensten und beständigsten Textiltraditionen der Welt. Sie verbinden jahrhundertealtes handwerkliches Können mit unverwechselbaren kulturellen Mustern, die das Teppichdesign weltweit seit Generationen prägen.
Die bemerkenswerte Vielfalt türkischer Teppiche umfasst mehrere große Stilrichtungen – von den geometrisch ausdrucksstarken Nomadenteppichen der Yörük bis zu den kunstvollen Blumenmustern der Hereke-Seidenteppiche. Jede Richtung trägt ihre eigene regionale Handschrift, sei es in den kraftvollen nomadischen Motiven aus Konya oder in den raffinierten Entwürfen der kaiserlichen Hofmanufakturen Istanbuls.
Berühmt sind türkische Teppiche für ihre Knüpftechnik mit dem sogenannten türkischen oder Ghiordes-KnotenEiner der beiden Hauptknoten handgeknüpfter Teppiche, auch symmetrischer Knoten genannt (der andere ist der asymmetrische Perser- oder Senneh-Knoten). Das Garn wird um zwei benachbarte Kettfäden geschlungen, wobei beide Enden dazwischen hervortreten; auf der Rückseite zeigen sich daher kleine, gleichmäßige, annähernd quadratische Knotenköpfe, und die Weber knüpfen ihn häufig mit dem Knüpfhaken. Benannt nach der Stadt Ghiordes (heute Gördes) in der Türkei, ist er typisch für die Türkei, den Kaukasus und den Nordwesten Irans (Tabriz, Bidjar, Heriz, Hamadan-Dorfteppiche), wohin ihn die Seldschuken eingeführt haben sollen, und ergibt einen haltbaren, präzisen Flor. Dem Perserknoten wird oft feinere Detailzeichnung zugeschrieben, doch die Knotenart ist eine Tendenz, keine Grenze: Tabriz-Teppiche mit türkischem Knoten erreichen etwa 500 Knoten pro Quadratzoll (KPSI), das sind rund 78 pro cm².Im Teppichlexikon nachschlagen – einem symmetrischen Knoten, der das Grundgewebe von beiden Seiten umfasst und die Stücke außergewöhnlich strapazierfähig macht. Die Technik verbreitete sich weit über Anatolien hinaus: Seldschukische Knüpfer trugen sie im elften und zwölften Jahrhundert nach Osten, und ihr Einfluss ist bis heute in der Knüpfkunst von Tabriz, Hamadan und der Region Aserbaidschan im Nordwesten Irans zu erkennen. Zusammen mit guter einheimischer WolleNatürliche tierische Faser, die bei hochwertigen Teppichen für den Flor, bei manchen Teppichen auch für den Knüpfgrund verwendet wird. Sie ist haltbar, elastisch, fleckenbeständig und flammhemmend, fühlt sich unter den Füßen weich und gepolstert an, isoliert gegen Kälte, nimmt Farbstoff leicht auf und hält ihn viele Jahre. Außerdem bindet sie Staubpartikel, was hilft, allergische Reaktionen zu verringern. Die Qualität hängt vor allem davon ab, wo die Schafe weiden: Weiden in großer Höhe und gutes Futter liefern dickere, fettreichere Wolle, wobei Manchester-, Neuseeland- und Ghazni-Wolle zu den bekanntesten geschätzten Sorten zählen. Die Schur im zeitigen Frühjahr und die Handspinnung (feineres, weicheres Garn als beim maschinellen Spinnen) verbessern die Qualität zusätzlich, während dünne, trockene Wolle von toten Schafen in billigeren Teppichen verarbeitet wird.Im Teppichlexikon nachschlagen und gelegentlich Seide entstehen so Teppiche, die den Gebrauch über Generationen überstehen und dabei Schönheit und Form bewahren.
Einen besonderen Ruf genießt ihre Farbpalette: sattes Rot aus der KrappwurzelDie Wurzel der Krapppflanze (Rubia tinctorum), ein natürlicher roter Farbstoff und die Quelle der Terrakottatöne in persischen und orientalischen Teppichen. Zusammen mit Indigo und Walnussschalen gehört sie zu den Pflanzenfarbstoffen, mit denen die Wolle gefärbt wird; der Farbstoff verbindet sich dabei mit dem natürlichen Lanolin der Wolle. Leichte Farbtonunterschiede innerhalb einer Farbfläche, als Abrash bezeichnet, sind bei so gefärbten Teppichen normal.Im Teppichlexikon nachschlagen, tiefes Blau aus Indigo und warme Gelbtöne aus Färbepflanzen. Diese Naturfarben, die traditionelle Werkstätten bis heute verwenden, werden mit den Jahren wunderbar weich und entwickeln jene begehrte Patina, die Sammler so schätzen.
Die Motive haben eine tiefe kulturelle Bedeutung – vom schützenden Nazar
gegen den bösen Blick bis zu Tulpenmotiven als Sinnbild der Fruchtbarkeit. Gebetsteppiche zeigen charakteristische architektonische Kompositionen mit MihrabBogen- oder türförmige Nische, die an einem Ende des Innenfelds eines Gebetsteppichs eingewebt ist und die Nische einer Moschee aufgreift, welche die Richtung nach Mekka anzeigt. Sie ist der Blickfang des Teppichs und erinnert den Betenden daran, dass er sich in einem heiligen Raum befindet. Die Darstellung reicht vom schlichten Umriss einer Tür bis zur architektonischen Wiedergabe mit Säulen und feinen Details.Im Teppichlexikon nachschlagen-Bögen, während größere Teppiche häufig komplexe Medaillons oder GartenmusterMusteraufbau, bei dem das Innenfeld in ein Raster aus gerahmten, meist quadratischen Feldern gegliedert ist, jedes mit einem eigenen erdachten Garten aus Blumen, Pflanzen, Bäumen und Vögeln, in der Regel vor einem eigenen einfarbigen Grund. Die Szenen reichen von Zypressen und Villen über Seen und Hirsche im Wald bis zum Lebensbaum, und in manchen Teppichen tragen die Felder die vier Jahreszeiten. Die Knüpfer sehen in jedem Feld ein Fenster zum Paradies und ein Zeichen der Hoffnung auf eine strahlende Zukunft. Am bekanntesten ist das Muster von Bachtiar-Teppichen, es wird aber auch in Tabriz, Sarough, Kashmar, Kerman und Qum geknüpft. Der persische Name Kheschti leitet sich von khescht („Ziegel“) ab, nach den quadratischen Rahmen.Im Teppichlexikon nachschlagen nach dem Vorbild der Paradiesgärten aufweisen.
Die heutige Produktion türkischer Teppiche hält an hohen Qualitätsstandards fest und geht zugleich auf den zeitgenössischen Geschmack ein. Aktuelle Stücke variieren traditionelle Muster oft dezent und in neu abgestimmten Farbpaletten, die moderne Interieurs ergänzen – von zurückhaltenden Erdtönen bis zu leuchtenden Juwelentönen.
Die Größen fallen sehr unterschiedlich aus: von kleinen Gebetsteppichen mit rund 90x150 cm bis zu großen Palastteppichen von über sechs Metern Länge. Jede Größenklasse folgt eigenen Proportionen im Entwurf, damit das Muster in jedem Maßstab harmonisch wirkt.
Ihren Platz verdienen sich diese Teppiche durch die Verbindung von künstlerischem Anspruch, historischer Tiefe und praktischer Langlebigkeit. Ob als dekoratives Element oder als Gebrauchsstück für jeden Tag – ein türkischer Teppich ist so gemacht, dass er mit der Zeit an Schönheit gewinnt, statt zu verlieren.
Die Pflege ist unkompliziert, aber wichtig. Die Wolle verträgt behutsames Staubsaugen ohne rotierende Bürste und etwa alle fünf Jahre eine professionelle Wäsche – im Flur oder Eingangsbereich öfter, in einem wenig genutzten Raum seltener –, und gelegentliches Drehen sorgt für eine gleichmäßige Abnutzung. So gepflegt, werden diese Teppiche wie selbstverständlich zu Familienerbstücken.
Unsere Familie handelt seit zwei Generationen mit Teppichen. Fragen Sie uns alles — Fotos, Videoanrufe, Beratung zu Größen.
Ratgeber aus unserer Familienwerkstatt: wie Sie handgefertigte Teppiche reinigen, platzieren und pflegen.